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Aufschwung durch eine neue Musikergeneration

Die starke Belebung des Vereinslebens nach den Kriegs- und Inflationsjahren brachte auch der Rüdenauer Musikkapelle neuen Schwung. Dirigent Wolz bildete eine ganze Reihe junger Männer an verschiedenen Instrumenten aus. Die Gemeinde gab 1925 einen Zuschuss von 150 Mark zum Erwerb neuer Instrumente, darunter auch die grosse Trommel mit Becken. Sie erhöhte auch die Vergütung für das Spiel bei den Prozessionen auf 110 Mark.

Kapelle1927

Die Blaskapelle Rüdenau beim Feuerwehrfest 1927

von links stehend: Josef Kohl, Emil Straub, Lorenz Wolz, Ludwig Link II, Karl Kohl
von links sitzend: Josef Arnold (Laudenbach), Ludwig Link I, Julius Paulus, Josef Herkert, Heinrich Leis, Josef Blaser
von links vorne: Edmund Link, Wilhelm Meixner, Friedrich Leis

Zu erwähnen sind für diese Zeit vor allem Einsätze bei mehrtägigen Festen. So im Dorf 1927 beim Jubiläum der Feuerwehr, 1928 beim Fahnenweihfest des Turnvereins und 1929 beim 25jährigen Gründungsfest des katholischen Arbeitervereins. Die Kapelle begeleitete auch wiederholt Vereine des Ortes zum Besuch auswärtiger Feste oder sie war in Nachbarorten als Festkapelle eingesetzt - eine recht anstrengende Angelegenheit: Beginnend am Samstagabend mit einem Umzug im Ort, anschliessend Spiel bis nach Mitternacht, am Sonntag Kirchenparade, dann Frühschoppenkonzert. Nach einer Mittagspause war der Festzug zu spielen, Unterhaltungsmusik am Nachmittag und Tanz bis tief in die Nacht. Da war es dann gut, wenn die berufstätigen Männer am Montag einen Urlaubstag hatten, um am Nachmittag bei der Kinderunterhaltung und am Abend wieder Tanzmusik spielen zu können.